Hagoromo-Bank für Takenaka
Im Jahr 2019 begannen die Takenaka Corporation und MX3D ihre erste Zusammenarbeit, um die Möglichkeiten der robotergestützten WAAM-Technologie bei der Herstellung großer kundenspezifischer Stahlverbinder für die Infrastrukturindustrie zu untersuchen. Ziel des Projekts war es, sowohl die Konstruktion als auch die Produktion komplexer Verbinder für große Strukturen in der Bauindustrie zu automatisieren.
Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit wandte sich Takenaka mit einem neuen Projekt an uns: HAGOROMO BENCH. Dieses Mal lag der Schwerpunkt nicht auf der Verwendung traditioneller Bauweisen oder Bautechniken. Stattdessen wurden die Bänke speziell für die WAAM-Technologie von MX3D entwickelt. Die Bänke wurden für das Kreativstudio von Takenaka in Nagoya entworfen, um das Potenzial der digitalen Technologie zu demonstrieren, und wurden aus Edelstahl gedruckt.
HAGOROMO ist ein alter japanischer Schal, dem die Legende nach eine Frau, die vom Himmel herabgestiegen war, umhüllte. Die HAGOROMO BENCH verkörpert den Raum mit einem freien und kreativen Geist. Die Form, die den breiten digitalen Bildschirm umgibt, wurde durch einen iterativen Prozess parametrischer Modellierung mittels xR-Anpassung und FEM-Analyse entworfen. Diese durchgehende Form passt sich verschiedenen Körperhaltungen an und regt durch ihre dünne Oberfläche zu vielfältigen Aktionen an.
Während der Produktionsphase bestand eine der Herausforderungen darin, dass die Oberfläche größtenteils aus dünnen Einzelwänden besteht. Wenn das Metall abkühlt, schrumpft es und verzieht sich dadurch. Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir die ursprüngliche organische Form gedruckt und gleichzeitig Elemente zur Versteifung auf der Rückseite angebracht haben. Dank der Vorteile des 3D-Drucks können Sie Ihr Design während der Produktion des Teils ändern, ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen. Eine weitere Möglichkeit, das Schrumpfen zu reduzieren, ist die Kontrolle der Zwischenschichttemperatur.
„Mit der Technologie von MX3D und der Zusammenarbeit mit Takenaka zeigen wir der Welt, dass wir generatives Engineering und Optimierungsalgorithmen nun auf neue Formensprachen anwenden und in verschiedenen Branchen umsetzen können.“ – Kasper Siderius, MX3D
„Wir wollten Lichtklumpen und weiche Formen schaffen, die sich der menschlichen Körperhaltung anpassen, indem wir Materialien und Ausdrucksformen nutzten, die diesem Bild am weitesten entfernt waren, und schufen schließlich Werke, die abstrakt sind und doch den Wunsch wecken, sie zu berühren – in einem Raum, der der Wissensaneignung gewidmet ist.“ – Hiroshi Hasegawa, Takenaka Corporation
Bildnachweis: TOREAL, Koji Fujii
Erfahren Sie mehr über dieses Projekt auf unserer offiziellen MX3D Artlab -Website.