Fortschritte in der Kerntechnik durch Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM)
Framatome, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Kernkrafttechnologie, wollte die Machbarkeit des Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) für die Herstellung großer, sicherheitskritischer Komponenten untersuchen. Das Unternehmen wählte ein Impeller aus Edelstahl in Originalgröße als Testfall, um die Leistungsfähigkeit von WAAM hinsichtlich Maßgenauigkeit, mechanischer Integrität und Wiederholbarkeit zu prüfen.
Die herkömmliche Herstellung eines solchen Laufrads ist mit langen Vorlaufzeiten, hohem Materialverlust und hohen Werkzeugkosten verbunden. Framatome wollte prüfen, ob WAAM eine schnellere und flexiblere Alternative bieten kann, ohne die strengen Standards der Kernindustrie zu beeinträchtigen.
Lösung
MX3D arbeitete mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von Framatome zusammen, um das Laufrad mithilfe seiner robotergestützten WAAM-Technologie herzustellen. Das Projekt war in drei Entwicklungsphasen gegliedert:
- Entwicklung von Design- und Druckstrategien, einschließlich Optimierung und Simulation digitaler Pfade.
- Teilweise Prototypenfertigung zur Validierung der Abscheidungsparameter, der Kühlungssteuerung und der strukturellen Konsistenz.
- Vollwertige Impeller-Produktion, kombiniert mit Präzisionsdruck, Wärmebehandlung und Endbearbeitung.
Um das Gesamtgewicht des Laufrads von etwa 1,4 bis 1,5 Tonnen aufzunehmen, hat MX3D seine MX Metal AM-Maschine mit einem 2-Achsen-Manipulator mit hoher Tragkraft ausgestattet, der eine kontrollierte Drehung und Zugänglichkeit während des Druckvorgangs ermöglicht.
Prozess
Das Laufrad wurde aus Edelstahl 316L unter Verwendung des WAAM-Systems von MX3D gedruckt. e. Die Maßgenauigkeit wurde durch 3D-Scannen in jeder wichtigen Phase überprüft, sowohl nach dem Druck als auch nach der Bearbeitung, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit des Prozesses zu gewährleisten.
Die endgültige Geometrie wurde durch CNC-Fräsenerreicht, wodurch die Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität des gedruckten Laufrads bestätigt wurde. Alle Phasen wurden mit der MX3D-Software MetalXL-Software, die eine digitale Aufzeichnung der Ablagerungsparameter, Temperaturdaten und Prozesssteuerung lieferte.
Ergebnis
Die Zusammenarbeit zwischen Framatome und MX3D hat erfolgreich gezeigt, dass WAAM ein praktikables Fertigungsverfahren für große, komplexe Bauteile im Nuklearbereich ist. Der Impeller-Prototyp erfüllte alle Projektziele und zeichnete sich durch hervorragende Materialqualität, Dimensionsstabilität und Wiederholbarkeit während des gesamten Bauprozesses aus.
Diese Errungenschaft unterstreicht das Potenzial von WAAM, im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsverfahren Vorlaufzeiten, Materialverschwendung und Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die vollständige Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung industrieller Standards zu gewährleisten. Das Projekt erzielte außerdem eine deutliche Verringerung des CO2-Fußabdrucks in der Fertigung.
Für Framatome stellt das Projekt einen wichtigen Schritt bei der Integration fortschrittlicher additiver Technologien in die Kerntechnikfertigung dar. Für MX3D bestätigt es die Stärke von WAAM bei der Herstellung hochwertiger, missionskritischer Komponenten für eine der anspruchsvollsten Branchen der Welt.
Projektdaten
- Kunde: Framatome
- Teil: Prototyp eines Impellers in Originalgröße
- Technologie: Draht-Lichtbogen-Additive Fertigung (WAAM)
